Der lange Marsch

 



Portrait einer Familie mit ihrem Hausboot auf dem Li Jiang: Januar 1989


Ich hatte das Privileg örtlich und zeitlich uneingeschränkt selbst die hintersten Winkel Chinas zu bereisen, um meiner Arbeit als Photograph nachzugehen. Ich wollte das nicht offizielle China kennen lernen und photographisch dokumentieren. Was war noch übrig vom alten China? In welche Richtung würde die bewegte Geschichte dieses Riesenreichens für die Zukunft wohl fortgeschrieben werden? Am Ende waren es 5 Jahre, die mich dieses Land in Atem hielt und 28‘000 km die ich innerhalb Chinas mit öffentlich verfügbaren Transportmitteln, meist mit Eisenbahn, Bus, Schiff, aber auch mit Flugzeug, Fahrrad, zu Fuss, auf Flossen und mit Fuhrwerken zurückgelegt hatte.

Ich portraitierte Menschen in den Reisfeldern im Grenzgebiet zu Burma und Laos, sowie in den Strassen von Millionenstädten, ich dokumentierte das Leben  im Hochland des Himalaya, im Siedlungsgebiet der Inneren Mongolei und auf Hainan Dao im südchinesischen Meer, ich erfasste mit meiner Kamera die unendlichen Weiten der Wüste Gobi, die Oasen und Kulturstätten entlang der alten Seidenstrasse südlich und nördlich der Taklamakan im Tarimbecken. Die Faszination war überwältigend und es war auch nach fünf Jahren intensiver Arbeit nicht einfach ein Ende zu finden.


Mit der Eisenbahn entlang der Wüste Gobi: Oktober 1988

Mit Holzflösser auf dem Tsangpo/Brahmaputra: November 1988

Mit dem Bus über den Tanggula-Pass auf 5’200 M.ü.M.: Oktober 1988

Mit dem Fahrrad über Stock und Stein: November 1988

Unterwegs mit einer Salzkaravane im tibetischen Hochland: November 1988

Zu Fuss durch die Tigersprung-Schlucht: Oktober 1990

Mit dem Kursschiff unterwegs im Südchinesischen Meer: Dezember 1988

Mit der Fähre auf dem Mekong ins Grenzgebiet zu Myanmar und Laos: Februar 1989


Der lange Marsch 1988 bis 1993